Qualifikation geschafft: Starker Rodionov erstmals im US-Open-Hauptfeld
Das rot-weiß-rote Quintett in den Einzelhauptbewerben der US Open in New York erhält Verstärkung. Nach drei Hauptfeldteilnahmen bei den French Open 2020 (zweite Runde), 2023 und 2026 (jeweils erste Runde) hat Jurij Rodionov jetzt zum ersten Mal außerhalb von Paris bei einem Grand-Slam-Turnier die Qualifikation bewältigt. Der auf 21 gesetzte Niederösterreicher (ATP 143) schlug in der dritten und letzten Runde den viertgereihten Briten Jacob Fearnley (ATP 100) nach Satzrückstand mit 4:6, 6:4, 6:4. Die Partie war am Donnerstag zweimal wegen Regens unterbrochen worden und letztlich bei 3:2 im dritten Satz auf Freitag verschoben worden, nachdem Rodionov zuvor 3:0 geführt hatte. Bei der Fortsetzung wehrte der 27-Jährige bei 3:3 einen Breakball ab und schlug danach bei 5:4 als Rückschläger bei seiner ersten Chance zum Matchgewinn direkt zu.
Drei Wochen vor dem Davis-Cup-Schlager Österreich – Belgien am WAC in Wien (18./19. September) präsentiert sich Rodionov also bereits in exzellenter Länderkampfform. Sein erster Gegner im Hauptbewerb wird erst nach Abschluss der Qualifikation ermittelt. Auf seine Landsleute warten teils richtig schwierige Aufgaben. So auch auf Filip Misolic, der in Flushing Meadows sein Comeback nach mehr als sechsmonatiger Zwangspause gibt, dank eines Protected Rankings fürs Hauptfeld. Der Steirer (ATP 530) fordert gleich zum Auftakt den an 24 gelisteten Argentinier Francisco Cerúndolo (ATP 25). Bei den Damen haben die ebenfalls an 24 positionierte Anastasia Potapova (WTA 25) mit der Tschechin Tereza Valentová (WTA 57) und Lilli Tagger (WTA 48) mit der Hamburg-Siegerin Tamara Korpatsch aus Deutschland (WTA 47) zu meisternde Hürden. Sinja Kraus (WTA 86) geht dahingegen als krasse Außenseiterin ins Spiel gegen die an sieben geführte Tschechin Karolína Muchova (WTA 7), die zweifache Grand-Slam-Finalistin (French Open 2023 und Wimbledon 2026) sowie US-Open-Halbfinalistin 2023 und 2024 ist. Julia Grabher (WTA 114) muss gegen die auf 16 gereihte Rumänin Sorana Mihaela Cirstea (WTA 17) ran, die in ihrer letzten Profisaison in Hochform agiert. Die Vorarlbergerin zeigt sich diese Woche allerdings gleichfalls von ihrer besten Seite und steht bei ihrer Generalprobe beim WTA-125-Challenger in Philadelphia nach drei Matcherfolgen schon im Semifinale.