Oberösterreichischer Tennisverband
Allgemeine Klasse Bundesliga Liga

IMMOunited Bundesliga presented by win2day: Mauthausen im Krimi zum letzten Final-Four-Ticket

Auch die Herren aus Schwaz und die Damen aus Weigelsdorf buchen Plätze beim Finalturnier.
Verfasst von: Manuel Wachta, 29.05.2023
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Ex-Profi Andreas Haider-Maurer hatte mit seinem Doppelsieg seinen Anteil daran, dass Vorjahresfinalist Mauthausen noch Radstadt das Final-Four-Ticket wegschnappte.

In der fünften und letzten Runde der IMMOunited Bundesliga presented by win2day sind am Pfingstsonntag die letzten Entscheidungen der Gruppenphase gefallen. Während bei den Damen die Titelverteidigerinnen von LINZ AG Team OÖ in Gruppe A sowie der Grazer Park Club und UTC Fischer Ried in Gruppe B ihre Final-Four-Teilnahme jeweils schon vor dem Spieltag fixiert hatten, sicherte sich TC Bakl Weigelsdorf trotz einer Niederlage das vierte Ticket fürs Finalturnier im September. Bei den Herren waren Vorjahressieger ATV RE team future IRDNING in Gruppe A und erstmals TC Harland in Gruppe B bereits durch. In Gruppe A glückte TC Raiffeisen Schwaz durch einen glatten Sieg im direkten Duell mit dem Wr. Athletiksport Club ebenso erstmals die Qualifikation fürs Final Four. Bedeutend spannender verlief die Entscheidung der Gruppe B, wo Vorjahresfinalist Union Stein&Co Mauthausen in einem Krimi gegen TC Harland noch UTC Sparkasse Radstadt das Ticket fürs Finalturnier im Herbst entriss. Austragungsort und genauer Zeitpunkt werden erst festgelegt. Das untere Play-off startet bereits am 10. Juni, mit Runde eins von drei.

DAMEN

Gruppe A

LINZ AG Team OÖ – TC Dornbirn by Tannenhof Resort 6:1. 7:0, 6:1, 6:1 und nochmal 6:1: Mit dem Maximum von zwölf Punkten gehen die Titelverteidigerinnen ins Final Four. Beim Spitzeneinzel unterlag die Polin Weronika Falkowska der Deutschen Laura Schaeder mit 4:6, 2:6, auf Fünf schlug Ex-Profi Janina Toljan die 15-jährige Vorarlbergerin Anna Payer mit 6:2, 4:6 und 10:5 im Match Tiebreak. Doch in den restlichen fünf Matches gaben die übermächtigen Oberösterreicherinnen insgesamt lediglich zehn Games gegen das junge Vorarlberger Team ab, das somit ohne Sieg ins untere Play-off muss.

Falkowska – Schaeder im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Maleckova – Geissler im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Klaffner – Meyer im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Stummer – Fuchs im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Toljan – Payer im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Stummer/Hiesmair – Meyer/Fuchs im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Falkowska/Haas – Schaeder/Geissler im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Raiffeisenbank TC Bludenz – TC Bakl Weigelsdorf 4:3. Einen Siegpunkt hatten die Gäste benötigt – und dieser war schon im Einzel gesichert. Weil die Tschechin Zdena Safarova beim Topspiel gegen Veronika Bokor aufgeben musste und Emma Leitner der deutschen Ex-Profispielerin Justine Maria Ozga mit 4:6, 0:6 unterlag. Trotzdem schnappten sich die Vorarlbergerinnen nach den Einzelmatches, vor allem durch zwei knappe Siege im Match Tiebreak, die Führung. Und verteidigten diese im Doppel durch einen 6:4,-6:2-Erfolg von Adela Jarosova (Tschechien) / Sarah Medik gegen Selina Pichler / Lisa-Marie Lausecker. Dennoch blieb Bludenz Platz drei in der Endabrechnung, einen Punkt hinter Weigelsdorf.

Gruppe B

KLC – Raiffeisen Schwaz 4:3. Die Final-Four-Chance hatte für die Vorjahresfinalistinnen vor dieser Runde nicht mehr bestanden, immerhin gelang den Klagenfurterinnen jedoch ein versöhnlicher Abschluss, mit dem zweiten, ins untere Play-off mitgenommenen Sieg. Dabei lagen die mit drei jungen Tirolerinnen angetretenen Gäste nach den Einzelpartien noch in Führung. Doch Ilinca Danila Amariel (Rumänien) und Laura Pasterk (6:0, 6:2 über Anna-Lena Ebster und Maren Benko) sowie zwei 15-Jährige, Stella Horacek und die im Einzel diesmal nicht eingesetzte Lilli Tagger (6:3, 7:6 gegen die tschechisch-deutsche Paarung Romana Ciskova und Sophia Bergner), drehten den Spieß noch um. Die Damen aus Schwaz beendeten die Gruppenphase hiermit mit vier Punkten, je einem eroberten Zähler pro Begegnung – und dennoch ohne einen Sieg.

UTC Fischer Ried – Grazer Park Club 5:2. Das Spitzenspiel um den Gruppensieg war nach den Einzelmatches entschieden. Weil Sinja Kraus im Topsingle gegen Jana Fett bloß ein Game spielen musste, ehe die Kroatin aufgab, Schwesterherz Livia Kraus auf Fünf eine Bank war und die Deutschen Lena Papadakis und Anna Klasen beide im Match Tiebreak gewannen. Den Gästen aus der Steiermark blieb einzig der Sieg von Ex-Staatsmeisterin Yvonne Neuwirth an Vier. Die Grazerinnen fahren mit neun Punkten als Zweite zum Final Four, obwohl UTC Fischer Ried lediglich acht Punkte einfuhr, dabei jedoch ungeschlagen blieb, mit 2:1-Siegpunkten für die Finalistinnen von 2021 in allen vier Begegnungen.

HERREN

Gruppe A

TC Raiffeisen Schwaz – Wr. Athletiksport Club 8:1. Seit 2019 hatte der WAC stets einen der Top-vier-Plätze in der Bundesliga belegt, heuer ging diese Serie zu Ende. Im direkten Duell um den zweiten Gruppenrang und damit das Final-Four-Ticket liefen alle knappen Partien zu Gunsten der Hausherren. Die Tiroler, angeführt durch den Tschechen Andrew Paulson, gewannen zum Start alle drei Doppel im Match Tiebreak und auch drei weitere Einzel in der Kurzentscheidung. So blieb den sogar mit fünf Österreichern angetretenen Hauptstädtern lediglich der Ehrenpunkt durch Lukas Krainer, der im Zweiereinzel Niklas Waldner glatt in zwei Sätzen schlug. Der WAC geht mit zwei Siegen ins untere Play-off, Schwaz hingegen darf sich über die erstmalige Qualifikation fürs Finalturnier freuen.

TC GM-Sports Anif – TC Seebenstein Schiltern 9:0. Zum Abschluss der Gruppenphase hat es für die Hausherren doch noch mit einem ersten Sieg geklappt. Die mit vier Legionären angetretenen Salzburger, angeführt durch den Südtiroler Ex-Profi Andreas Seppi, ließen im Duell der bis dahin sieglosen Teams den Niederösterreichern lediglich einen Satz, den Gregor Ramskogler und Bernd Kößler im Dreierdoppel gegen den Franzosen Alexis Martin Klegou Marius Pimishofer abgaben (6:4, 3:6, 10:7). In den Einzelspielen war für die Gäste (mit fünf Österreichern eingelaufen) gegen die geballte Profi-Übermacht auf der anderen Seite nicht viel zu holen, trotz guter Gegenwehr und durchwegs einiger Spielgewinne.

Gruppe B

UTC Casa Moda Steyr – UTC Sparkasse Radstadt 3:6. Die Gäste aus Salzburg gewannen alle drei Doppel und verteidigten ihre Führung anschließend im Einzel. Obwohl dort zwei Partien im Match Tiebreak an die Hausherren gingen: Der Tscheche Martin Krumich rang im Spitzenspiel Maximilian Neuchrist ungemein knapp mit 4:6, 6:3, 15:13 nieder, Dominik Traxler schlug an Sechs Radstadts Playing Captain, Ex-Profi Gerald Kamitz, mit 6:7, 6:3, 10:5. Doch ein 11:9 im Match Tiebreak des Tschechen Lukas Rosol gegen Lukas Pokorny (Slowakei) und zwei souveräne Erfolge von Staatsmeister Lukas Neumayer (6:2, 6:1 über Philip Bachmaier) bzw. des Deutschen Sebastian Prechtel (6:1, 6:0 gegen Simon Traxler) stellten für Radstadt den Sieg sicher. Fürs Final Four sollte es mit insgesamt drei Siegen in vier Begegnungen trotzdem nicht reichen – weil Mauthausen da nicht mitspielte.

Bachmaier/S. Traxler – Neuchrist/Neumayer im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Pokorny/Leitner – Rosol/Kamitz im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Krumich/D. Traxler – Prechtel/Rohrer im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Krumich – Neuchrist im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Pokorny – Rosol im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Bachmaier – Neumayer im RE-LIVE auf ÖTV TV.

S. Traxler – Prechtel im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Leitner – Rohrer im RE-LIVE auf ÖTV TV.

D. Traxler – Kamitz im RE-LIVE auf ÖTV TV.

Union Stein&Co Mauthausen – TC Harland 5:4. Die Ausgangslage von Mauthausen vorm letzten Gruppenspiel war klar: Ein Heimerfolg muss her, um in ein Dreierrad mit Harland und Radstadt zu kommen und Letzteren dort das Final-Four-Ticket wegzunehmen – bei Niederlagen von Mauthausen und Radstadt in der Schlussrunde wäre dagegen Radstadt weitergekommen. Und das Unterfangen sollte gelingen. Mit einer 2:1-Führung nach den Doppelmatches im Rücken sorgten die Legionäre Zsombor Piros (Ungarn) mit einem 7:6, 6:4 über den Slowaken Jozef Kovalik und Blaz Rola (Slowenien) mit einem 6:0, 6:2 gegen Jonas Gundacker für wichtige Punkte für die Gastgeber. Und weil auf Fünf auch Dominik Aigner gegen ÖTV-Coach Lukas Jastraunig punktete, konnte man sich zwei Niederlagen und die Aufgabe von Andreas Haider-Maurer gegen Tobias Wirlend bei 1:0 im ersten Satz leisten. Mit dem knappen Sieg erspielten sich die Oberösterreicher die zweitbeste Bilanz in den direkten Duellen der allesamt punktegleichen Top-drei-Mannschaften – und damit Platz zwei hinter Harland und die Qualifikation fürs Final Four.

Detaillierte Informationen (Detailergebnisse, Spielerlisten, genauer Spielplan) sind hier zu finden: https://www.oetv.at/liga

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